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Peter Emil Recher, 1904 Selbstportrait (Aquarell)
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Peter Emil Recher war in der Welt zuhause, in Urfeld fühlte er sich daheim. Geboren am 29.Juni1879 in Heilbronn als Sohn eines Schweizers und einer Badenerin fand er bereits als Schüler Interesse am künstlerischen Gestalten, weshalb er zunächst den Beruf eines Lithographen erlernte.
Schon bald erkannte er jedoch die Kunst als seine wahre Berufung und schrieb sich 1904, als 25 jähriger, an der Kunstakademie zu Stuttgart ein, wo er von Pötzelberger, Speyer, Landenberger und Hölzel ausgebildet und geprägt wurde.
Dass ihn der Zeichenlehrer der Realschule als „ hoffnungslosen Fall „ aufgegeben hatte, war längst vergessen – der junge Maler machte sich auf seinen Weg. Der führte ihn quer durch Europa : über ganz Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Italien, Belgien, Holland, England, Spanien. Nach einem Aufenthalt in Nordafrika gelangte er schließlich nach Portugal, wo er Wurzeln schlagen sollte.
In Lissabon ernennt ihn die Escola Academica 1910 zum Professor.
Hier lehrte und wirkte er drei Jahre. Das Abschiedsgeschenk seiner damaligen Studenten, ein gravierter Zinnteller, ist in der Ausstellung zu sehen.
1913, vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges packte Peter Emil Recher wieder die Sehnsucht nach freiem Schaffen und führte ihn zurück in den deutschsprachigen Raum. In Urfeld lernte er Hermine, die Tochter des Akademieprofessors und Hofpianisten Berthold Kellermann kennen, dem das jetzige „Recherhaus“ gehörte. Am 7.Juli 1914 fand die Hochzeit statt. Als einziges Kind wurde am 23 April 1916 die Tochter Elenore geboren; sie verstarb vor wenigen Jahren kinderlos.
Die Stationen von Rechers Schaffen waren Feldbach am Zürichsee , Berlin , München und eben auch Urfeld am Walchensee, wo er am 26. Mai 1948 seine letzte Ruhe fand.
Das liebenswürdige Holzhaus aus dem Jahre 1875 mit herrlichem Blick über den Walchensee steht noch heute als stummer Zeuge eines bemerkenswerten, wiederentdeckten Künstlers unserer Heimat.
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