Wiederentdecktes aus den Familien Richard Wagner, Franz Liszt, Berthold Kellermann, Peter Emil Recher
Im Haus der Familie von Prof. B. Kellermann und dessen Nachfolger, Peter Emil Recher, in Urfeld am Walchensee wurden viele interessante Dokumente gefunden. Nach sorgfältiger Durchsicht der Papiere wird dieser Schatz erstmals ab dem Jahr 2011 öffentlich in einer Ausstellung im Walchenseemusuem gezeigt.
Unter den ausgestellten Objekten findet der Besucher
- Fotos der Familien Richard Wagner und Franz Liszt (feiert dieses Jahr 200. Geburtstag),
Notensammlungen - Briefe, Einladungen, Visitenkarten, Traueranzeigen, Ansichtskarten vom Festspielhaus Bayreuth,
Zeitungsausschnitte, Bücher, Prospekte - „Bayreuther Blätter“ ab 1876
Ein Ölgemälde zeigt das hier dargestellte Haus der Familie Wagner in Tribschen bei Luzern, das sie von 1866 bis 1872 bewohnte.
Familienbande
Cosima, die Tochter von Franz Liszt, und Richard Wagner, heirateten, nachdem Cosima von Hans von Bülow geschieden war.
Berthold Kellermann, ein Schüler von F. Liszt, wurde die musikalische Erziehung der Wagner-Kinder anvertraut.
Prof. Peter Emil Recher war der Schwiegersohn von Kellermann und mit dessen Tochter Hermine verheiratet.
Der Nachbar von Wagners in Bayreuth, Hans von Wolzogen, war ihnen ein lieber Freund und Mitherausgeber der Bayreuther Blätter.
Bis in das Jahr 1955 bestand noch enger Kontakt zwischen den Familien Wagner, Kellermann und Recher.
Lovis Corinth und die Schauspielerin
Für Film- und Theaterfreunde zeigt das Museum seltene Darstellungen des 1920 entstandenen Stummfilms „Anna Boleyn“. Die Schauspielerin Henny Porten verkörperte darin die Titelrolle. Henny wurde von Lovis Corinth sehr verehrt, weshalb Corinth tagelang in den Filmstudios in Babelsberg unterwegs war, um Szenen und Kostüme zu Papier zu bringen.




