Eine kurze Geschichte des Hotels "Post" in Urfeld, in dem sich heute das Walchensee-Museum befindet:

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Urfeld am Walchensee um 1846, nach einem Stahlstich


1691 wurde auf dem Grundstück  das sog. „Jägerheisl „  errichtet. Später wurde eine kleine Gastwirtschaft  daraus und  1880 kam die Erweiterung zu einem Hotel Jäger. Nachdem in dem Hotel  Jäger ca. 1890 auch ein Postamt
eingerichtet wurde, erhielt das Gebäude  bis 2006 den Namen  „Hotel Post“.

Friedhelm Oriwol, der Gründer der gleichnamigen Stiftung, kaufte das geschichtsträchtige  Haus im Nov. 2006 von Frau Marie –Luise Brackenhofer.

Das Hotel, das seit  1931 im Besitz der Familie Brackenhofer war, hat eine lange Geschichte. Schon in frühester Zeit stand hier eine Schiffshütte und eine Blockhütte zum Unterstand.

1691 ließ    Abt Eiland vom Kloster Benediktbeuern ein hölzernes Jägerheisl  mit Stall für 2 Kühe errichten.  Es wurde dem Klosterjäger Kaspar Sachenbacher gegeben. Er bekam neben der Jagdaufsicht auch das Weiderecht  übertragen.

Ab 1799 bewohnt der Jäger Wolfgang Heiß mit Ehefrau  Maria, geb. Sachenbacher das Haus. 1846 wird eine kleine Bierwirtschaft von Johann Reichenbacher und Kreszenz Heiß eröffnet.

1870 kaufte Adolf  Lühr  aus Lüneburg das alte hölzerne  Jägerheisl, reißt es ab und baut das Gasthaus zum Jäger am See.

Die 1. Zeitungs-Anzeige    von 1874
nach  dem Neubau  des Gasthauses zum Jäger am See

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(Erst ab ca. 1886,  als auf dem Nachbargrundstück ein weiteres Hotel von Anton Sterzer  gebaut wurde,wird der Name „Gasthaus zum Jäger„  umgenannt in „Hotel Post„ und das  1886 von Anton Sterzer gebaute zweite Hotel  erhält den Namen  Hotel Jäger).

Um 1885 kauften Anton Sterzer  und seine Frau Veronika das Gasthaus zum Jäger am See (früher Jägerheisl). Unter Sterzer (nach  ca. 1886) gab es  bereits zwei Hotels, also Post und Jäger am See.


Unter Sterzer kommen auch Scheune, Wagenremise, ein Holzschupf, ein Schlacht– und Waschhaus sowie ein Fremdenstall hinzu. Die Schiffshütte erhält eine Schreinerei mit Holzlager und Vorplatz.

1905 kauften Hans Wiesmayer und seine Frau Antonia beide Hotels. Wiesmayers  unterhielten auch noch eine Poststation mit Pferden.

1931 erwarb die Familie Karl Brackenhofer  die Hotelanlagen.

Friedhelm Oriwol hat  nach Sanierung und Renovierung alle 3 Etagen  des Hotels Post, seiner Stiftung als Walchensee - Museum zur Verfügung gestellt und seine umfangreichen Sammlungen sowie  die der Stiftung bisher  zugewendeten Objekte dort  für die interessierte Öffentlichkeit, derzeit nur im Sommerhalbjahr. ausgestellt. 

Die  im Jahre 1903 von  E.T. Compton  gemalten  3 Aquarelle  der beiden Hotels Post und Jäger in Urfeld, siehe die folgenden  Kopien, geben einen  guten Überblick  der    Hotels am Walchenseeufer. Auf dem Platz des Hotel Jäger steht seit 1974 das Haus Seewinkel.

tl_files/WM/Bilder/Post Jaeger Karte 1903 - 480.JPG

 

Danksagungen des Gründers des Walchenseemuseums, Friedhelm Oriwol:

Die umfangreichen Bauarbeiten begannen im Mai 2007 und wurden pünktlich zum 150. Geburtstag von Lovis Corinth am 21.Juli 2008 fertiggestellt. (Ausgenommen Sanierung des Wintergartens - Beendigung erst in 2009). Mir selbst oblag es ein Jahr lang, Sommer wie Winter, oft 4 Tage die Woche, ganztägig, in einem ungeheizten Bau die örtliche Bauleitung und Organisation der Baumaßnahme  zu übernehmen.

Besonderer Dank gilt meiner Frau, die oft auf eine gemeinsame Freizeit mit mir verzichten musste und dafür auch noch einen erheblichen Teil der Baukosten von ihrem Konto beisteuerte.

Mein Dank gilt auch allen am Bau beteiligten Handwerksfirmen und deren Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit mit mir als gelerntem Maurer.

Nicht vergessen ist auch die tatkräftige Mitarbeit  des beratenden Architekten, des 74 jährigen Herrn Norbert Schaller aus Weiden, der mir mit seinen Fachkenntnissen unermüdlich und jederzeit zur Seite stand.

In den Dank eingeschlossen werden  auch

Familie Brackenhofer
Pater Prof. Dr. Dr. Leo Weber,    Kloster Benediktbeuern
Frau Eva Reineke von der Bibliothek des Deutschen Museums München
die  Vorstandsmitglieder   Evelin  Heine,  Peter Schubert und Werner Englert
Eheleute Stroh, Urfeld
Eheleute Wimmers, Ried
Eheleute Böhm, Zwergern
George Hecker, Enkel von Lovis Corinth, USA
Prof. Dr. med. Gerhard Schindler
Dr. Richard von Schirach
Dipl.-Inform. Peter Wittler, mein Neffe aus Königstein
     und alle hier ungenannt  gebliebenen Unterstützer des Museums.